Heiraten in Las Vegas

Hallo erstmal,

mein Freund und ich haben uns endlich entschlossen zu heiraten. Es soll nicht so eine langweilige 08-15-Hochzeit sein. Deshalb haben wir uns überlege in Las Vegas zu heiraten. Jetzt meine Frage: Gilt die Ehe dann in Deutschland ganz normal? Oder müssen wir dann nochmal heiraten ... Wegen den Kosten und so.

Also wenn da jemand schon Erfahrung mit gemacht hat oder sonst einen hilfreichen Link vielleicht hat, dann bitte einfach melden.

Supervielen Dank schonmal!

L.

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Hallo,

wenn du "heiraten in las vegas gültig" googlst, findest du ein Paar, die solche Hochzeiten anbieten.

Die Heiratsurkunde (Marriage Certificate) wird nicht anerkannt. Man benötigt eine beglaubigte Kopie des registrierten Trauscheins und eine Apostille (was auch immer das ist....?), die die Echtheit der Heiratsurkunde bestätigt. Die Ehe ist auch ohne Eintragung zu Hause gültig! ........... so zumindest bei Las Vegas online guide zu finden.

Ansonsten hab ich aber auch nix Brauchbares gefunden. Komisch, dass da nix von ner Namensänderung steht. Die muss man bestimmt beim Amt eintragen lassen. Dazu steht da aber nix.

 

Apostille ist eine Beglaubigungs- oder Legalisationsform für schriftliche Urkunden oder Verträge im internationalen Rechtsverkehr.

Nur damit es auch der Normalbürger versteht :-). Die Apostille ist nichts anderes als eine Unterschriftsbeglaubigung und Echtheitsbestätigung, die von den jeweiligen Behörden im Ausland oder auch von deutschen Konsulaten vor Ort ausgestellt wird.

Grundsätzlich wird von der Rechtssprechung her die Ehe immer unwichtiger.
Es werden jetzt schon "eheähnliche Gemeinschaften" durchaus ähnlich, was Unterhalt und Scheidungsfolgen anbelangt, geurteilt, als geschiedene Ehen selber.

Also - nicht einmal nicht zu heiraten kann von der Gefahr, langjährigen Unterhalt im Falle einer Trennung zu zahlen befreien.
Wenn Kinder im Spiel sind, gibt es eigentlich keinen Unterschied mehr zwischen Paaren die "wild" zusammenleben oder verheirateten Paaren.

Der Betreuungsunterhalt ist gleich hoch und gleich lang egal ob verheiratet oder nicht.

Insofern ist die Ehe ihres Sinnes und ihrer in der Verfassung garantierten Form beraubt, weil sich die Justiz und Politik von der Garantierung der in der Ehe definierten Sicherheiten (Treue, Beistand, gemeinsames Vermögen, Recht auf Familienleben) befreit hat.

Der/die Partner/in kann jederzeit die Ehe aufkündigen, ohne dafür belangt zu werden oder persönlich für den Schafen haftbar gemacht zu werden.

Also - man braucht sich nicht soviele Gedanken machen ob man verheiratet ist oder nicht, ausser wenn es um Erbschaft oder die Namensfrage geht.

Ja, das stimmt ja alles, was du sagst... Rechtlich macht es wohl kaum noch einen Unterschied, ob man verheiratet ist oder nicht. Man darf aber nicht vergessen, dass für viele, insbesondere junge Leute, die Ehe "immer noch" oder "wieder" einen ideellen Wert besitzt. Was kein Mensch versteht.

Ich finde eine Heirat weckt nur überhöhte Erwartungen, denen keiner der Partner gerecht wird. Ich meine, warum sollte man heiraten, wenn man glücklich ist. Wenn man glücklich ist, hat man doch eigentlich keinen Grund etwas zu verändern. Oder?

Jetzt bin ich doch tatsächlich ins Philosophieren gekommen....