Versorgungsausgleich

Im Fall einer Ehescheidung findet der sogenannte Versorgungsausgleich statt. Dieser trägt dem Gedanken Rechnung, dass die in der Ehezeit erworbenen Versorgungsansprüche der Ehegatten das Ergebnis gemeinschaftlicher Lebensleistung sind, die bei einer Ehescheidung gleichmäßig zwischen den Ehegatten aufzuteilen sind. Der Ehegatte, der in der Ehe höhere Versorgungsansprüche erworben hat, ist ausgleichspflichtig. Dem anderen Ehegatten mit den wertniedrigeren ehezeitlichen Versorgungsansprüchen steht als Ausgleich die Hälfte des Wertunterschiedes zu. Das Ziel ist, das beide Ehegatten nach durchgeführtem Versorgungsausgleich in der Ehezeit gleich hohe Versorgungsanrechte besitzen. Gleichzeitig wird für den ausgleichsberechtigten Ehegatten eine eigenständige Versorgung geschaffen bzw. eine bestehende Versorgung entsprechend erhöht.

Die Entscheidung darüber, ob und in welcher Höhe ein Versorgungsausgleich durchzuführen ist, wird allein vom zuständigen Familiengericht getroffen. Das Familiengericht stellt fest, wie lange die Ehe gedauert hat und welche Versorgungsansprüche von den Ehegatten in der Ehe erworben wurden.

Ab 01.09.2009 findet ein Versorgungsausgleich bei einer Ehezeit von bis zu 3 Jahren nur noch auf Antrag statt.