Hier finden Sie Tipps zum Thema Scheidung, die von den Scheidungsanwälten auf scheidungsfix.de zur Verfügung gestellt werden:
Mediation - ein Weg im Scheidungsprozess?
In der Ehe, der Beziehung hat es offensichtlich gut funktioniert. Der Zahlenmensch, oft der Mann hatte die Konten verwaltet, die Steuerfragen geklärt und kennt die Situation des gesamten Vermögens. Der emotionale Partner, oft die Frau, hat sich um die Kinder, das Heim gekümmert. Was passiert bei der Trennung?
Diese Aufgabenteilung erweist sich in der Trennungsphase als Problem. Dem Zahlenmenschen fehlt die emotionale Seite, der Kinderkontakt, die Geborgenheit gibt vielleicht eine neue Partnerin. Der Ehefrau fehlt Verständnis für die Zahlen, wirtschaftliche Bewertungen. Jeder der beiden fühlt sich bedroht, wenn er auf seine bisherigen Defizite durch die Rollenverteilung aufmerksam wird. Auch gute Ratschläge von anderen verwirren.
Der Anwalt/die Anwältin benötigt ausreichende Informationen und Belege um die Ansprüche überhaupt prüfen zu können. Nur dann können Ansprüche durchgesetzt werden. Wichtig ist es zudem eine Struktur in das Vermögen zu bringen. Die skönnen auch Zahlenmenschen nicht immer!
Ist hier die Mediation der richtige Weg? In der Mediation führen die Finanzfragen zu einem schwierigen Spagat.
Der Mediator ist allparteilich, also für den einen und den anderen Medianten in gleicher Weise da.
Er will also den Kontakt zu dem Zahlenmenschen, der seine Unterlagen verteidigt und die Vermögenswerte als Seine begreift, genauso wahren, wie den Kontakt zu dem emotionalen Menschen, der sich den Unterlagen, den Zahlen, verweigert.
Hier wie dort, also beim Anwalt wie auch in der Mediation, wird es sich für die getrennten Partner, nicht vermeiden lassen, sich auf den jeweils anderen Bereich einzulassen und zu lernen, dort Kompetenzen zu entwickeln. Dies ist einerseits Trennungsvollzug, das heißt Entwicklung zu einem neuen, wieder selbständigen Leben. Ferner dient es dazu, die familienrechtlichen Ansprüche zu klären und die Vermögenswerte auseinanderzusetzen.
In der Mediation können diese Unterschiede zwischen den Medianten zum Thema gemacht werden und zu einem neuen Verständnis genutzt werden.
In den gerichtlichen Rechtsstreitigkeiten hängen häufig die Ergebnisse der Rechtsstreitigkeiten gerade von der Tiefe der Zahlenbearbeitung und Belegbearbeitung ab. Wer sich dort nur als Opfer verhält, "ich kann nicht...." wird vielleicht gerade dadurch beim Gericht zum Opfer.
Es ist überhaupt eine spannende Frage, wie weit eine Trennung fortgeschritten sein muß, bis die Parteien persönlich in der Lage sind, die vermögensrechtlichen und unterhaltsrechtlichen Fragen sinnvoll zielführend zu bearbeiten.
Diese Frage ist im gerichtlichen Verfahren und in der Mediation unterschiedlich zu entscheiden.
Erst ein aufmerksamer Umgang mit solchen Fragen schafft die Grundlagen dafür, im Restverständnis zum Partner sinnvolle Lösungen zu erarbeiten.
Schafft es nur die Anwältin oder der Anwalt besser als die Mediatorin/ der Mediator? Das liegt sicherlich vom Hintergrund in der Ausbildung und den Erfahrungen aus verscheidenen Scheidungen ab. Es kann auch schon an den Personen liegen, geht eine Frau besser zu einer Anwältin oder zu einem Anwalt? Was läuft in dem Prozess der Scheidung ab?
Hier muss jede Scheidungspartei den richtigen Weg finden - mit Anwalt/in oder Medioator/in
Herr Karl-Heinz Steffens
Habelschwerdter Allee 27
14195 Berlin

